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Muehle Drennhusen

Die Wirdumer Wasserpumpenmühle

Die Wirdumer Wasserpumpenmühle gehört zum Bauernhof Drennhusen. Mit dieser Mühle wurden Moore, Weide- und Ackerflächen entwässert, ferner diente sie als Viehtränkung und als Schiffsmühle zum Leerpumpen des Kielwassers bei Segelschiffen. Der große Vorteil dieses einfach, aber fachmänisch gebauten Mühlentyps bei der Entwässerung von Niederungsgebieten liegt in seiner geringen Größe und der damit verbundenen leichten Transportierbarkeit von Ort zu Ort. War die Region, in der die Mühle eingesetzt wurde, trockengepumpt, so wurde sie abgebaut, auf einen Pferdewagen geladen und zu einem neuen Einsatzort transportiert. Dies konnte aufgrund der Handlichkeit der Mühle durchaus an einem Tag geschehen. Daher scheint dieser Mühlentyp in Norddeutschland durchaus weit verbreitet gewesen zu sein, wenn auch seine Wasserpumpenkapazität aufgrund der geringen Größe nicht groß war. Die Besonderheit der Wirdumer Pumpmühle besteht darin, daß sie die einzig bekannte funktionsfähige Mühle dieser Art in Deutschland ist. 1872 wurde die baugenehmigung zum Bau der Mühle erteilt, um ca. 4 ha Land zu entwässern. Später diente die Mühle zur Wasser- versorgung für das Vieh auf der Weide und wurde 1919 stillgelegt. Ausgedient und ungenutzt stand die Mühle über 6 Jahrzehnte inmitten einer Kuhweide zwischen den Gehöften Drennhusen und Soltenland abseits der Kreisstraße von Marienhafe nach Wirdum. Erst 1984 wurde die Niedersächsische Denkmalpflege auf die Wirdumer Mühlenrarität aufmerksam und stellt sie fürsorglich unter Denkmalschutz, ohne daß zunächst weiteres zu ihrer Rettung und Erhaltung getan wird. Anfang April 1986 unternehmen die Gebrüder Torsten und Gundolf Scheweling, Eigentümer und Restauratoren der Marienhafener Windmühle, im Namen der Niedersächsischen Mühlenvereinigung einen Vorstoß zu Restaurierung der Mühle. Von 1987-89 wurde die Mühle durch die Gemeinde Wirdum restauriert. Die Mühle hat eine Gesamthöhe von 6,7m, Rumpfhöhe 4m und einen Flügeldurchmesser von 4m. Der viereckige Mühlenkörper besteht aus Lärchenholz und hat oben eine gußeiserne Flügelwelle. Vorn auf der Flügelwelle befinden sich vier hölzerne Flügel mit je 9 schmalen Brettern, die auf Querstreben geschraubt sind.